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IWI-HSG

Nachhaltige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im M2C durch zielgerichtete Leistungsmessung - Prozessanalyse, Betriebscockpit, Benchmarking

Ausgangssituation
Die Schweizer Energieversorgungsunternehmen (EVUs) stehen nach Einführung der ersten Phase der schrittweisen Liberalisierung des Schweizer Energiemarktes vor neuen Herausforderungen. Seit Januar 2009 können Grosskunden mit einem Strombedarf von mindestens 100 Megawattstunden pro  Jahr ihren Energiepartner frei wählen. Ab 2014 soll diese neue Freiheit auch für Privatkunden gelten. Somit gibt die Schweiz ihre exponierte Stellung im ansonsten grösstenteils liberalisierten europäischen Strommarkt auf.

Bisher war der Energiemarkt geprägt von Gebietsmonopolen der EVUs, die sich primär dem Service Public (Sicherstellung der Grundversorgung) verschrieben hatten. Mit der Strukturveränderung des Marktes und der Absicht wettbewerbsfähige Strukturen zu schaffen, wird es zu Zusammenschlüssen, Kooperationen und Aufschlüsselungen unter den EVUs kommen. Die forcierte Entflechtung der EVUs in weitgehend unabhängige Geschäftsbereiche (Energieerzeugung, -verteilung, -handel, -vertrieb) wird ausserdem zu einem intensiveren Wettbewerb führen - insbesondere im Umfeld Vertrieb (Endkundengeschäft).

Der Kernprozess des Vertriebs ist der Meter-to-Cash-Prozess (M2C). M2C bezeichnet den Prozess vom Ablesen des Energiezählers bis zum Eingang der Zahlung des Kunden. Vor der Liberalisierung war dieser Prozess gut beherrscht und von überschaubarer Komplexität. Durch die Liberalisierung und die Entflechtung von Energieerzeugung, -handel, -transport und -vertrieb hat sich die Situation komplett verändert. Aus einem einfachen, fast ausschliesslich unternehmensinternen Prozess ist ein hochkomplexer, unternehmensübergreifender Prozess mit zahlreichen, rechtlich unabhängigen Unternehmen geworden.

Grafik: Reportentwicklung entlang betriebswirtschaftlich relevanter Sichten

Ziel und Vision des Projekts
Das Ziel des Projektes besteht in einer gezielten Analyse des M2C-Prozesses mit all seinen möglichen Varianten. Um eine angemessene Steuerung des Prozesses zu ermöglichen, wird anschliessend ein Kennzahlsystem entwickelt, dass es ermöglicht, die Performance des Prozesses aus Sicht unterschiedlicher Stakeholder und unterschiedlicher betriebswirtschaftlicher Zielsetzungen zu analysieren. Darauf aufbauend wird ein Steuerungscockpit entwickelt, das die effektive und effiziente Steuerung des M2C-Prozesses ermöglicht.

Ziele

Partner des Projektes sind

  • ABILITA 
  • Institut für Wirtschaftsinformatik, Universität St.Gallen
  • REPOWER
  • SAP (Schweiz) AG
  • SWIBI
Ihre Ansprechperson

Sandra Völler